Zum Tod von Doris Fitschen
Mit großer Trauer las und hörte ich die Meldungen vom Tod von Doris Fitschen.
Sowohl als Spielerin wie auch Funktionärin hatte sie große Impulse dem deutschen Frauenfußball gegeben.
Als eine der weltbesten Abwehrspielerinnen errang die 144-fache Nationalspielerin1989 mit der deutschen in Osnabrück die erste von insgesamt vier Europameisterschaften. Auch als Managerin der Frauen-Nationalmannschaft (2009-2016) knüpfte die „Pionierinn“ an die erfolgreiche Zeit als Spielerin und hatte sehr großen Anteil an der Entwicklung des deutschen Frauenfußballs.
In ihrer Funktion als Managerin war sie auch offen für „Neues“ und unterstütze das Ausstellungsprojekt „Pionierinnen des deutschen Frauenfußballs“ von Beginn an. Ohne Ihre Unterstützung wäre das Ausstellungsprojekt in dieser Form nicht möglich gewesen.
Unvergessen bleibt unser Besuch auf dem elterlichen Bauernhof in Osen, wo sie als kleines Kind ihre ersten Erfahrungen mit dem Fußball sammelte. Ihr Versprechen an die Eltern spätestens mit 16 Jahren mit „dem Sport, der nichts für Mädchen ist“ aufzuhören, hatte sie glücklicherweise nicht eingehalten.
Doris Fitschen starb am 15.03.2025 im Alter von 56 Jahren.
© SportArt/Günther Bauer: Frankfurt am Main, 29.07.2013 – Empfang des Frauen-Nationalteams nach dem Gewinn der sechsten Europameisterschaft auf dem Frankfurter Römerberg. Im Frankfurter Kaisersaal trägt sich Doris Fitschen in das Goldene Buchg der Stadt Frankfurt ein.